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2010 Veranstaltungen im Heimatmuseum

 

 

Datum

Veranstaltung

Hinweise

(befinden sich auf dieser Seite)

13.04.

Museumsabend

siehe "Museumsabende"

11.05.

Museumsabend

siehe "Museumsabende"

16.05.

33.Internationaler Museumstag

Freier Eintritt ins Museum

(Auf Grund der umfangreichen Bauartbeiten finden dieses Jahr keine Veranstaltungen statt)

08.06.

Museumsabend

siehe "Museumsabende"

12.+13.06.

Offene Gärten in M-V

Kräutergarten im Museumshof

25.06.

Ausstellungseröffnung

Sonderausstellung zur Englischen Keramik

03.07.

Nieger Ümgang

Vereinsmitglieder nehmen hinter der Flagge des Museums am Umgang teil

13.07.

Museumsabend

siehe "Museumsabende"

10.08.

Museumsabend

siehe "Museumsabende"

12.09.

Tag des offenen Denkmals

Führungen durch das denkmalgeschützte Haus

14.09.

Museumsabend

siehe "Museumsabende"

18.09.

Hoffest des Museumsvereins Warnemünde e.V.

Die Mitglieder treffen sich zum Gedankenaustausch und geselligem Beisammensein

30.10.

Lange Nacht der Museen

von 18:00 bis 01:00 Uhr, mit Führungen durch die Ausstellungen, Musik, altem Handwerk sowie weiteren Überraschungen

Stand: 07.Mai 2010, Änderungen finden Sie in der Presse und auf dieser Seite

 13.07.2010 Museumsabend

"Warnemünde und die Staatstelegraphie zwischen 1860 und 1990"

Referent: Gerhardt Hantusch

Dieses Mal ging es beim Warnemünder Museumsabend ganz speziell um Technik. Umso erfreulicher ist es, dass viele Gäste den Anlass nutzten um uns zu besuchen. Der Titel schon allein „Warnemünde und die Staatstelegrafie zwischen 1860 und 1890" versprach sehr interessant zu werden. Die Zuhörer wurden nicht enttäuscht. Referent Gerhardt Hantusch, persönlich mit dem “Funken“ vertraut, war voll in seinem Element. So gab es 1858 im Land Mecklenburg 9 Telegrafiestationen. Was doch sehr erstaunte ist, dass den Großherzog diese Technik hell begeisterte. Dieses ist dadurch zu erklären, wie schnell er die Antworten durch die Telegraphie bekam. Gebaut wurden die Telegraphenstrecken parallel zu den Gleisen der Friedrich Franz Eisenbahn. Bekanntlich ist die Bahn die kürzeste Verbindung zwischen den Städten und das Baumaterial konnte schnell zum jeweiligen Ort gebracht werden. In Warnemünde wurde das erste Telegrafenamt im Haus gegenüber der Vogtei, dem heutigen „Hotel am Strom“ errichtet. Zur damaligen Zeit ein zweistöckiges Haus, indem sich auch der Zoll befand. Sie war eine Station 1.Ordnung mit geringem Umfang. Hierbei gab es ein Katz und Mausspiel zwischen dem Magistrat von Rostock und dem Staatstelegrafenamt. Wie immer ging es ums Geld. So bestätigte der Senat erst am 31.12.1863 den Vertrag. Bereits einen Tag später wurde dann das Telegrafenamt in Betrieb genommen!!!! Mit dem Bau hatte man nämlich schon lange begonnen, aber man wollte eine höhere Beteiligung des Staates an der Errichtung. Jetzt stimmte offenbar der Preis. Übrigens kosteten damals die ersten 20 Wörter 12 Pfennig. Für weitere 10 Wörter musste man 6 Pfennig bezahlen. Die Freileitung führte von dort aus entlang der Rostocker Chaussee nach Schutow. Die Telegrafenstation zog später zum Alexandrineplatz und dann in das Postgebäude am Kirchenplatz. Erst jetzt waren die Post und die Telegrafie zusammen eine Behörde.

"Holl di fuchtig und kiek mal wedder in"

 25.06.2010 Ausstellungseröffnung

"Von Goldpött, engelsche Hunn' und olle Töllers"

Englisches Steingut - vom Seemannsmitbringsel bis zur Importkeramik im 18./19.Jahrhundet

Richard Wossidlo begann 1885, eine kulturhistorische Sammlung der von Seeleuten mitgebrachten oder durch Seehandel eingeführten englischen Keramik zusammenzutragen, die er 1933 dem Schweriner Museum übergab. Leider wurde sie 1945 durch unsachgemäße Lagerung stark dezimiert. Angeregt durch Wossidlo begann man in Warnemünde noch vor 1914 mit dem Sammeln. Denn spätestens mit der Inflationszeit nach dem 1.Weltkrieg begann der Aufkauf englischer Keramik durch Antiquitätenhändler. So sind manche Warengruppen wie Eierbecher, Fidibusbehälter oder Barbierbecken heute kaum noch vorhanden. Zudem wurde manch kulturhistorisch wertvolle Stück an Paten oder Badegäste verschenkt und verschwand so ebenfalls aus den Seefahrerdörfern. Nach 1850 setzte in weiten Teilen der damaligen deutsche Küste zwischen Mecklenburg und Ostpreußen eine Veränderung der Wohnkultur der dörflichen Küstenbevölkerung ein. Insbesondere durch die Übernahme von bürgerlich-städtischem Mobiliar wurden Laden und Koffertruhen immer mehr in die Bodenkammern verdrängt und durch neue Verwahrmöbel ersetzt. Im 19.Jahrhundert entdeckten die Fischer einen recht einträglichen Nebenerwerb. Die Aufnahme von Badegästen schuf gewisse ökonomische Vorraussetzungen für diese wohnliche Neuerung. Gemeinsam mit den damals neu angeschafften Kommoden, später auch Vertikos, Eckschränken und Kaminsimsen, bildeten diese eine bevorzugte Stellfläche für die Keramiken aus dem englischen Raum in Verbindung mit den Schiffsmodellen und Schiffsdarstellungen. Neben Pudel- und Spanielstatuen gehörten zum Zierrat in den Seefahrerhäusern auch Figuren, mit denen sich die Seeleute identifizieren konnten wie Matrosen und ihre „Sweatheart“ - Freundin, Marienemaate „The handy man“, Fischer, Fischverkäuferinnen, Liebespaare in der Laube. Beliebt waren auch Idolgestalten wie die Queen Victoria oder das Traumpaar des 19.Jahrhunderts Edward Price of Wales und Alexandra von Dänemark, ebendso wie Trinkgefäße mit sentimentalen Versen der Trivialliteratur, bedruckt wie „Sailors return“. Besonders das vorwiegend bäuerlich-ländliche Umfeld der Dorfschiffer dürften die neuen, das kostbare Porzellan imitierenden Objekte eine Attraktivität besessen haben, die heute kaum vorstellbar ist.

Das Heimatmuseum Warnemünde besitzt einen reichen Fundus an englischer Keramik. Der bekannte Volkskundler Wolfgang Rudolph beschreibt ihn als „… den heute größten und wertvollsten Bestand …“ an der Ostseeküste. Diese Sammlung wird in der Sonderausstellung „Von Goldpött, engelsche Hunn` und olle Töllers“ den Besuchern präsentiert. Dabei wird nicht nur auf die ästhetische Erscheinung aufmerksam gemacht, sondern auch die Vielfalt der Formen und der Dekore sowie die kulturhistorische Bedeutung näher beleuchtet.

Wer näheres dazu erfahren will, kann dieses in der Begleitbroschüre nachlesen. Für 3,00Euro gibt es sie im Museum.

 13.04.2010 Start der Warnemünder Museumsabende

"Warnemünder Museumsabende 2010"

Ostern steht vor der Tür und wir in den Startlöchern. Es geht wieder los!!!! Manch einer wartet schon ungeduldig auf den Beginn der Warnemünder Museumsabende. Und diese fangen am 13.04. mit dem wichtigsten Grundnahrungsmittel an; BIER. Im Mai heben wir ab, aber nur sprichwörtlich gemeint. Dann erläutert uns Frau Dr. Susanne Lehner wie Warnemünde und seine Umgebung aus dem Weltall aussieht. Im Juni wird energisch dagegen angegangen, in Mecklenburg gibt es nur Landwirtschaft. Dr. Steffen Stuth zeigt wie die Industrie hier Einzug hielt. Auch technisch haben wir viel zu bieten oder besser gesagt Herr Gerhardt Hantusch. Er erklärt uns was es mit der Telegraphie in Warnemünde auf sich hat. Eisenbahn gibt es dieses Jahr nicht. Den Referenten Herrn Linke konnte wir nicht überzeugen. Er braucht erst mal eine Pause. Aber die Telegraphie und der Postdampfverkehr vom Lloydbahnhof sind eng miteinander verbunden. Ein runder Geburtstag wird dieses Jahr auch im Museum gefeiert. An Fritz Reuter gedenkt Prof. Dr. Siegfried Neumann mit uns zusammen im August. Und gleich 2 Referenten bilden den Abschluss in diesem Jahr. Prof. Dr. Horst Dieter Schulz und Herr Wolfhard Eschenburg werden mit dem 2.Teil ihrer Vortragsreihe über die Straßennamen unseren Reigen schließen.

Wie immer jeden 2.Dienstag im Monat um 19:00Uhr wird es hier rammeldicke voll sein. Und auch die Vorträge versprechen interessant zu werden. Erfahrungsgemäß sind die Karten für die Veranstaltungen schnell vergriffen. Darum Nutzen Sie bitte den Vorverkauf. Ab sofort können Sie für alle Museumsabende die Karten bei uns im Haus für je 3,00€ erwerben. Vorbestellungen werden nur für die nächstfolgende Veranstaltung entgegengenommen. Eine Änderung gegenüber dem Vorjahr gibt es auch.

Vorbestellte Karten müssen bis eine Woche

vor Vortragsbeginn abgeholt sein.

Ab dann werden für den kommenden Abend keine Bestellungen mehr entgegen genommen! Nicht abgeholte Karten gehen in den öffentlichen Verkauf zurück! Im letzten Jahr wurden manch bestellte Karten einfach nicht abgeholt. So’n Quatsch wie Vorverkaufsgebühren gibt es natürlich nicht. Sollten Sie dann doch mal auf dem Trockenen sitzen wäre es dadurch eventuell möglich, bei ausreichender Nachfrage, eine zusätzliche Veranstaltung mit dem Referenten rechtzeitig einzuplanen. Wat nun kommt wisst Ihr ja:

"Holl di fuchtig und kiek mal wedder in"

 Einlass: 18:30Uhr                    Beginn: 19:00Uhr

13.04.2010

„Rostocker Brauerei- und Gastronomiegeschichte“

Referent: Jens Andrasch

Achtung: Ursprünglicher vorgesehener Vortrag findet im September statt!!!

12.05.2008

„Wind, Seegang und Eis, der Rostocker Hafen und die Ostsee aus dem Weltraum“

Referent: Dr. Susanne Lehner

08.06.2010

"Industrie. Stadt. Rostock.

Industrie und Ortsentwicklung in der 1.Hälfte des 20.Jh."

Referent: Dr. Steffen Stuth

13.07.2010

"Warnemünde und die Staatstelegraphie zwischen 1860 und 1990"

Referent: Gerhardt Hantusch

10.08.2010

„ Fritz Reuter  - zum 200. Geburtstag“

Referent: Prof. Dr. Siegfried Neumann

14.09.2010

"Die Warnemünder Straßennamen, Teil II"

Das alte Warnemünde bis 1900, Bedeutung – Geschichte – Gegenwart

Referenten: Prof. Dr. Horst Dieter Schulz, Wolfhard Eschenburg

 

 

Anfahrtsskizze
     


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